ESPHome-Galerie

Teil 2 von 4

Was man braucht, damit es läuft

Sechs YAML-Blöcke, das Web-Werkzeug „Device Builder“ und meistens Home Assistant als Zentrale. Es geht aber auch ohne.

Die Grundblöcke jeder Konfiguration

So sieht die Datei aus, die der Einrichtungsassistent von ESPHome für einen ESP32 anlegt (Namen und Schlüssel sind Platzhalter):

esphome:
  name: wohnzimmer
  friendly_name: Wohnzimmer

esp32:
  board: esp32dev
  framework:
    type: esp-idf

logger:

api:
  encryption:
    key: "BASE64-SCHLUESSEL-32-BYTE"

ota:
  - platform: esphome
    password: "OTA-PASSWORT"

wifi:
  ssid: !secret wifi_ssid
  password: !secret wifi_password
  ap:
    ssid: "Wohnzimmer Fallback Hotspot"
    password: "zufaellig12"

captive_portal:

Was die Blöcke tun:

Alle Chips außer dem ESP32-C5 kennen nur 2,4-GHz-WLAN. Ein reines 5-GHz-Netz sieht der Chip nicht.

Danach kommen die eigentlichen Bauteile: sensor:, binary_sensor:, switch:, light:, display: und so weiter. Wie das aussieht, zeigen die Bauteilkarten.

Der ESPHome Device Builder

Das Werkzeug, in dem man Konfigurationen anlegt, prüft, kompiliert und flasht, heißt seit Juni 2026 ESPHome Device Builder (vorher „ESPHome Dashboard“). Es ist eine Webseite, die auf dem eigenen Rechner oder Server läuft. Vier Wege, sie zu bekommen:

  1. Als Add-on in Home Assistant. Der übliche Weg, ein Klick im Add-on-Store.
  2. Per Docker: docker run --rm --net=host -v "${PWD}":/config -it ghcr.io/esphome/esphome, danach ist die Oberfläche unter Port 6052 erreichbar.
  3. ESPHome Desktop, eine Anwendung für Windows, macOS und Linux.
  4. Per pip: pip install "esphome-device-builder[esphome]", oder nur die Kommandozeile mit pip install esphome.

Zum allerersten Flashen ohne eigene Installation gibt es außerdem ESPHome Web unter web.esphome.io. Das läuft komplett im Browser (Chrome, Edge oder Firefox ab 151, wegen Web Serial) und kann ein Gerät vorbereiten, Firmware installieren und Logs zeigen.

Home Assistant: meistens ja, zwingend nein

Home Assistant ist die Zentrale, die alle ESPHome-Geräte einsammelt. Es findet neue Geräte automatisch im Netz, hält eine dauerhafte Verbindung (kein Abfragen, das Gerät meldet Änderungen sofort), zeigt Updates an und erlaubt Automationen über mehrere Geräte hinweg. Wer mehr als ein Gerät hat oder Dinge miteinander verknüpfen will, kommt hier an.

Es geht aber auch ohne, und für den Unterricht ist das oft der einfachere Weg:

Eine Falle für den Betrieb ohne Home Assistant: Steht api: in der Datei, aber niemand verbindet sich, startet das Gerät alle 15 Minuten neu. Entweder den Block weglassen oder reboot_timeout: 0s setzen.

Quellen